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District 9

19. September 2009 // Filme, Kritik

Filmstart: 10.09.2009
Länge: 112 Minuten
Genre: Science Fiction
FSK: 16

Stab

Regie: Neill Blomkamp
Drehbuch: Neill Blomkamp
Produktion: Peter Jackson, Carolynne Cunningham
Kamera: Trent Opaloch
Darsteller: Sharlto Copley, Jason Cope, Nathalie Boltt, Sylvaine Strike, Elizabeth Mkandawie, John Summer

Handlung

Seit fast 30 Jahren verharrt ein riesiges Raumschiff über Johannesburg. Nachdem die Menschen nach der Ankunft der Aliens nicht wie erwartet angegriffen wurden, beschließen sie den Alien selbst einen Besuch abzustatten. Im Raumschiff finden sie ausgehungerte Aliens vor, die sie in ein abgeschottetes Flüchtlingslager unterbringen, dem District 9, welches sich zunehmend zu einem Slum entwickelt. Die Regierung will nun die Aliens umsiedeln, um sie von den menschlichen Siedlungen abzuschirmen. Daher schicken sie das MNU vor, eine Organisation, die wegen der Alien-Problematik gegründet wurde. Doch die Zwangsräumung verläuft anders als erwartet…

Kritik

Lange hat es gedauert bis aus Neill Blomkamps Kurzfilm „Alive in Joburg“ ein High-Concept-Film für die Unterhaltungsindustrie wurde. Dank Peter Jackson, der von Anfang an hinter Blomkamp stand und das Projekt mit in die Gänge brachte. Blomkamps Filmdebüt „District 9“ entpuppte sich beim diesjährigen Fantasy-Filmfest als Publikumsliebling und wurde prompt mit dem „Fresh Blood Award“ (Regie-Nachwuchspreis) ausgezeichnet. Grund genug sich mit dem Film näher auseinander zu setzen. ;)

Die Geschehnisse in DISTRICT 9 spielen sich bewusst in Johannesburg ab, eine der Hochburgen der Slums. Die Aliens in DISTRICT 9 leben unter vergleichbaren schlimmen Bedingungen wie südafrikanische Einwohner in Slums und Armenbezirken. Bereits am Anfang des Films wird klar, dass die Aliens friedlich sind und nicht die Ambition haben die Weltherrschaft zu übernehmen, obwohl sie den Menschen geistig um einiges voraus sind. Somit wird die ungerechte Behandlung verstärkt betont, auch die Bezeichnung „illegal aliens“ (klingt wie illegale Einwanderer) verweist auf die Fremdenfeindlichkeit der Menschen. So bleibt es kein Geheimnis, dass der Film eine Parabel über Fremdenhass und Rassismus ist.

Interessant gestaltet sich auch der erste Teil des Films. Der Zuschauer wird durch eine Anreihung von Reportagen über die Geschehnisse in Johannesburg informiert und langsam in die Thematik eingeführt. Der Mockumentary-Stil sorgt für Realitätsnahe und bindet das Publikum direkt ein. Das Thema ist höchst brisant und spannend, man bleibt am Ball und möchte unbedingt wissen wie es weiter geht. Dass die Handlung des Filmes unvorhersehbar bleibt, ist eine Stärke von DISTRICT 9. Der Film ist einfach spannend und packt einen voll und ganz.

Ein weiterer Pluspunkt ist die gesamte Gestaltung des Films: die Animation der Aliens ist realitätsnaher denn je und sehr überzeugend. Jedoch gefiel mir nicht, dass sich die Menschen und Aliens ohne weiteres miteinander verständigen konnten. Außerdem fand ich es übertrieben, dass die Menschen als bloße Egoisten dargestellt werden und die Aliens von Grund auf gut sind. Aber vielleicht soll diese Übertriebenheit auch nur die Botschaft des Filmes nachdrücklich verstärken.

Fakt ist: DISTRICT 9 ist und bleibt Popcorn Kino und dient vorrangig der Unterhaltung, deshalb blieben auch übertriebene und kitschige Szenen nicht aus. Dennoch lassen sich hinter der Fassade zahlreiche sozialkritische Anspielungen finden, die glaubhaft inszeniert sind!

Fazit

Ein höchst brisantes Thema verbunden mit einer spannenden und packenden Story. Absolut empfehlenswert!

Offizielle Homepage

http://www.d-9.com/

Wie fandet ihr „District 9“? Wurden eure Erwartungen erfüllt? Hinterlasst eine Bewertung oder ein Kommentar!

zum Einschlafenlangweiliggeht sookganz gutempfehlenswertgenial
(3 Stimmen, Durchschnitt: 4.67 von 7)
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2 Kommentare to “District 9”

  1. Martin sagt:

    Cooler Film :-) Hat mir gut gefallen

  2. *Sebi sagt:

    Ja naja, aus der story hätte man mehr machen können….

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