Die fetten Jahre sind vorbei
Erscheinungsjahr: 2004
Länge: 127 Minuten
Genre: Drama
FSK: 12
Stab
Regie: Hans Weingartner
Drehbuch: Hans Weingartner. Katharina Held
Produktion: Hans Weingartner, Antonin Svoboda
Kamera: Daniela Knapp, Matthias Schellenberg
Musik: Andreas Wodraschke
Handlung
Die drei Freunde Jan (Daniel Brühl), Peter (Stipe Erceg) und Jule (Julia Jentsch) brechen regelmäßig in Luxusvillen ein, um gegen die Ungerechtigkeit der Welt zu rebellieren und dem etablierten Bürgertum einen Denkzettel zu verpassen. Allerdings stehlen sie dort nichts, sondern verrücken nur die Möbel und hinterlassen Nachrichten, wie beispielsweise: „Die fetten Jahre sind vorbei” oder „Sie haben zuviel Geld”. Bei einer ihrer Aktionen werden sie plötzlich von einem Manager überrascht und verlieren die Nerven…
Kritik
Der Film teilt sich in zwei Teile, dabei übernimmt der erste Teil die Vorstellung der Charaktere und die Darstellung der Gründe für die Einbrüche in Luxusvillen. Außerdem wird die politische Einstellung der drei durch tiefgründige Gespräche, die sie führen, deutlich. Im zweiten Teil, der mit der Entführung des Managers beginnt, wird allmählich klar, dass zwischen den Revolutionären und dem Manager nicht so viele Welten liegen wie zunächst angenommen. Dem Zuschauer wird auf diese Weise deutlich gemacht, dass die Welt nicht nur aus Gegensätzen wie gut und böse oder schwarz und weiß besteht. Zwischen diesen Extremen gibt es zahlreiche Varianten und Verschmelzungen. Somit kommen sich die vier emotional näher und entwickeln eine Sympathie füreinander. Neben den politischen Weltbildern thematisiert der Film aber auch zwischenmenschliche Probleme, als sich Jule in den besten Freund ihres Freundes verliebt. Dabei wird die Freundschaft von Jan und Peter stark auf die Probe gestellt. Die Hauptthematik des Films ist dennoch die Frage nach der Gerechtigkeit auf der Welt und die Kritik am Kapitalismus und am Materialismus. Jedoch wird auch die revolutionäre Idee der Jugendlichen in Frage gestellt, da in den Diskussionen deutlich wird, dass ihre Vorstellung vom System vielleicht gar nicht realisierbar sei.
Fazit
Melancholischer, eher nüchterner Film, welcher auch noch nach dem Anschauen stark zum Nachdenken anregt.

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ist schon lange her, daß ich den film gesehen hab… aber ich fand ihn echt gut!
Starker Film!