Coraline 3D
31. August 2009 // Filme, Kritik
Filmstart:13.08.2009
Länge: 101 Minuten
Genre: Animation
FSK: 6
Stab
Regie: Henry Selick
Drehbuch: Henry Selick
Produktion: Claire Jennings, Mary Sandell
Kamera: Pete Kozachik
Musik: Bruno Coulais, They Might Be Giants
Mitwirkende: Luisa Wietzorek, Marion von Stengel, Patrick Winczewski, K. Dieter Klebsch, Hannes Maurer, Katja Nottke, Reiner Schöne
Handlung
Ein kleines Mädchen namens Coraline ist total unglücklich mit ihrem Leben: ihre Eltern haben keine Zeit für sie, ihre Freunde sind nicht da und ihr Zuhause lädt auch nicht gerade zum Spielen ein. Eines Tages entdeckt das Mädchen eine versteckte Tür, die zu ihrer eigenen Parallelwelt führt. In dieser Welt ist alles so wie sie sich ihr Leben wünscht: ihre „anderen Eltern“ haben endlos Zeit für sie, es ist alles bunt und spaßig und es gibt nur Pizza und Hot Dogs. Doch schnell wird Coraline klar, dass dies nur ein Ablenkungsmanöver ist und sie für das süße Leben bezahlen muss…
Kritik
CORALINE ist ein Animationsfilm vom populären Filmemacher Henry Selick („Nightmare before Christmas“) und das erkennt man auf dem ersten Blick an der Figurengestaltung und der angewandten Technik (Stop-Motion). Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Neil Gaiman. Leider habe ich diesen nicht gelesen, sodass ich keine Vergleiche oder Differenzen anführen kann, jedoch weiß ich aus verlässlichen Quellen, dass die Story verändert und zudem erweitert wurde. Henry Selick bedient sich auch an der neuen 3D-Technik, sodass CORALINE sowohl im 2D als auch 3D- Format angeschaut werden kann.
Der Stoff ist nicht neu: der Zugang zum Unbewussten ala Freud wurde auch schon in anderen Kindergeschichten („Alice im Wunderland“) thematisiert. Der Zugang zu ihrem Unbewusstsein erfolgt auch bei CORALINE in ihrem Träumen als sie die Geheimtür zur Parallelwelt entdeckt, hier werden ihre unbefriedigten Wünsche sichtbar und gleichzeitig erfüllt. Wie auch bei „Alice im Wunderland“ wird das Mädchen von einer Katze begleitet.
Dennoch ist der „Kinderfilm“ sehr oder gerade empfehlenswert für Erwachsene! Die Story hat mich richtig gepackt, man entflieht dem Alltag und ist mitgerissen von dem weiteren Handlungsverlauf, vergleichbar mit del Toros „Pans Labyrinth“, jedoch nicht so grausam, ist ja schließlich ab 6 Jahren
Neben der Psychoanalyse von Freud greift der Film auch die Thematik des Erwachsenwerdens auf. Coraline könnte sich dieser Pflicht und Verantwortung entziehen, doch dafür müsste sie einen ziemlich teuren Preis zahlen: ihr Augenlicht würde sie verlieren. Dadurch könnte sie nichts mehr analysieren und hinterfragen. Doch Coraline durchschaut das Spiel und übernimmt Verantwortung für ihre „echten Eltern“, andere Kinder und für sich selbst.
Die Figurengestaltung und das gesamte Design des Films sind eindrucksvoll animiert und erinnern an den Selicks Klassiker „Nightmare before Christmas“. Die Traumwelt gestaltete Selick in einem surrealistischen Stil, außerdem wird die bedrohliche Stimmung im Showdown mit einem grusligen Design und passender Musik untermauert. Alles ist perfekt abgestimmt. Solche Filme machen einfach Spaß, da freue ich mich schon auf Burtons „Alice im Wunderland“!
Fazit
Sehr gelungenes und spannendes „Gruselmärchen“ für jede Altersgruppe!
Offizielle Homepage
http://movies.universal-pictures-international-germany.de/coraline/
Wie fandet ihr den Film??? Gibt eine Bewertung oder hinterlasst ein Kommentar!

/rating_on.png)
/rating_half.png)

hey diesen film muss ich unbedingt sehen! weist du wo man den runterladen kann? wenn ja, dann schick mir bitte den link!