China verbietet „Avatar“
20. Januar 2010 - Filme, Filmwirtschaft, News - Autor: Franzi
James Camerons neuer Film „Avatar“ sorgt in den letzten Tagen für reichlich News und Gesprächsstoff. Erst der Golden Globe für den besten Film, nun sperrt China „Avatar“ ab diesen Freitag in den Kinos. Nur die 3D-Version wird noch zu sehen sein, diese ist aber nur in den wenigsten Kinos vorhanden.
Grund hierfür sei die Angst vor Gewaltaktionen der Chinesen, die sich in dem Film mit den Navi´s identifizieren könnten, da in China Zwangsräumungen allgegenwärtig sind. Somit befürchten Chinas Propagandabehörden, dass der Film „die Besucher an Zwangsumsiedlungen denken lässt und möglicherweise Gewalt auslösen könnte” (Quelle: dpa). Die Gesellschaftskritik Camerons trifft wohl genau den chinesischen Nerv, da die Häuser in China des öfteren für die Realisierung neuer Immobilienprojekte zwangsgeräumt werden.
Desweiteren ist „Avatar“ für die China bedrohlich, weil er gegenüber den heimischen Produktionen mehr Einnahmen erzielt. Daher wird der Science-Fiction-Film durch den chinesischen Streifen „Konfuzius“ ersetzt.
Ich musste bei der Meldung sofort an „District 9“ denken. Da geht es ebenfalls um die Vertreibung eines „anderen Volkes“, die durch eine Zwangsräumung realisiert werden sollte. Das Thema ist also nicht wirklich neu. Daher frage ich mich, ob „District 9“ auch in chinesischen Kinos lief?! Wenn das jemand weiß, bitte unbedingt ein Kommentar posten! Danke!

