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(500) Days of Summer

23. November 2009 // Filme, Kritik

Copyright: Twentieth Century Fox Film Corporation

Filmstart: 22.10.2009
Länge: 95 Minuten
Genre: Komödie
FSK: o. A.

Stab

Regie: Marc Webb
Drehbuch: Scott Neustadter, Michael H. Weber
Produktion: Mason Novick, Jessica Tuchinsky, Mark Waters, Steven J. Wolfe
Kamera: Eric Steelberg
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Zooey Deschanel, Geoffrey Arend, Matthew Gray Gubler

Handlung

Tom (Joseph Gordon-Levitt) glaubt schon seit seiner Kindheit an die große Liebe, hat sie aber noch nicht getroffen. Dies ändert sich schlagartig, als Summer (Zooey Deschanel) in sein Leben tritt. Doch Summer hält Liebe nur für eine Illusion und will sich nicht fest binden. Trotz der unterschiedlichen Weltanschauungen entwickelt sich zwischen beiden eine tief gehende Freundschaft, die eher einer Liebesbeziehung ähnelt. Summer hält aber an ihren Prinzipien fest und beendet schließlich die „Freundschaft“…

Kritik

Romantische Komödien gibt es wie Sand am Meer und sind meistens nach dem gleichen Strickmuster aufgebaut, zudem sind sie nicht lustig und vor allem unrealistisch und vorhersehbar. Daher erspare ich mir von vornherein die langweiligen Jennifer-Aniston-und Katherine-Heigl-Streifen. „(500) Days of Summer“ ist aber eine seltene unkonventionelle romantische Komödie. Schon allein die Erzählweise ist sehr originell und innovativ, zudem ist die Geschichte überraschend realistisch.

Der Regisseur dieser erfrischenden Komödie ist noch ein recht unbeschriebenes Blatt- Marc Webb hat bislang vor allem Musikvideos für „Green Day“ und „3 Doors Down“ abgedreht. So verwundert es auch, dass sein jetziges Spielfilmdebüt sich von anderen Hollywood Produktionen signifikant abhebt. Schon allein die Ausgangsposition unterscheidet sich maßgeblich von den herkömmlichen Liebesfilmen, da hier mal nicht Klischees unterstrichen werden, die besagen, dass Frauen an die ewige Liebe glauben und Männer nur ihren Spaß haben wollen. Dieses klassische Rollenklischee wird in diesem Film umgekehrt und anhand der Kindheit der Protagonisten erklärt.

Einen weiteren Pluspunkt verbucht die originelle und innovative Erzählweise, die die „einfache“ Handlung geschickt aufpeppt. Die Geschichte springt rückwärts von einem Tag zum nächsten, aber verläuft auch mal wieder chronologisch, allerdings ohne den roten Faden zu verlieren. Auf diese Weise spielt Webb mit der subjektiven Sichtweise der Protagonisten, betont die „rosa-rote Brille“ der frischen Verliebtheit, die dazu führt, dass man ungewünschte Situationen und Momente einfach ausblendet.

Generell ist der Film auch künstlerisch angehaucht, außerdem finden sich einige Szenen wieder, die an den französischen Liebesfilm „Die fabelhafte Welt der Amelie“ erinnern. So ist der Film eher französisch als amerikanisch ;) Die Party-Szene untermauert diese These. Als Tom auf Summers Party geht, sieht man anhand eines Split-Screens gleichzeitig auf der einen Seite die Erwartungen, die Tom an den Abend hat und auf der anderen Seite die pure Realität. Natürlich gehen Erwartungen und Realität getrennte Wege- und genau das macht die Geschichte so spannend. Zudem erhält der Zuschauer einen tiefen Einblick in das Gefühlsleben Toms und kann sich herrlich mit ihm identifizieren. Dennoch ist die Szene nicht unbedingt tragisch, sondern regt eher zum Schmunzeln an!

Fazit

Spritzige, realistische Komödie mit einem Hauch von Amelie! Mehr davon, bitte!

Offizielle Homepage

http://www.500daysofsummer.de/

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(2 Stimmen, Durchschnitt: 6.00 von 7)
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