2012
23. November 2009 // Filme, Kritik
Filmstart: 12.11.2009
Länge: 158 Minuten
Genre: Action, Thriller, Science Fiction
FSK: 12
Stab
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Roland Emmerich, Harald Kloser
Produktion: Roland Emmerich, Harald Kloser, Mark Gordon
Kamera: Dean Semler
Darsteller: John Cusack, Amanda Peet, Chiwetel Ejiofor, Danny Glover
Handlung
Nach einer Entdeckung eines amerikanischen Astronomen sind sich die Regierungen einig: die Welt wird 2012 untergehen. Jedoch wird die Menschheit aus eigenem Schutz darüber nicht informiert- nur einige „Genwunder“ und Neureiche werden in den Plan eingeweiht riesige Raumschiffe zu bauen, mit denen sie den Weltuntergang überleben könnten. Der Schriftsteller Jackson Curtis (John Cusack) erfährt zufällig von dem Plan der Regierung und fasst den Entschluss seine Familie zu retten…
Kritik
Es wurde mal wieder Zeit, dass Roland Emmerich uns mit einem Film erneut vor Augen führen muss, dass wir vor Naturkatastrophen nicht gefeiht sind. „2012“ vermittelt sogar den Eindruck, als würde Emmerich Spaß daran finden die Welt untergehen zu lassen. Denn die Bilder, die gezeigt werden sind mehr als überwältigend- irgendwie sogar ein bisschen bedrohlich, jedenfalls wenn man sich vollkommen auf den Weltuntergangsstreifen einlässt.
Im Gegensatz zu Emmerichs vorigen Katastrophenfilmen werden hier alle Kaliber an Naturkatastrophen ausgepackt, die es nur so geben könnte- natürlich alles in der Superlative. Da reißen riesige Erdbeben mal eben ganz Amerika ein, tausend Meter hohe Tsunami-Wellen überfluten die gesamte Erde und der Nordpol verschiebt sich zum Südpol, sodass sich die Rocky Mountains plötzlich in China befinden.
Die realitätsnahen Bilder beschönigen allerdings nicht den vorhersehbaren Plot und die dümmlichen Dialoge alá Emmerich. Der Regisseur hat wohl mal wieder mehr Zeit in die Realisierung der Weltuntergangsszenarien investiert, als sich über eine ausgefeilte Story Gedanken zu machen. Die Story ist nach dem gleichen Strickmuster seiner letzten Filme aufgebaut: ein Wissenschaftler entdeckt eine menschenbedrohliche Veränderung im Universum; die Regierung stellt Pläne auf und verheimlicht die Entdeckung vor der Menschheit; durch die Katastrophe findet eine Familie wieder zusammen- das weckt Emotionen
In Bezug auf die Dialoge äußert sich Carsten Baumgardt (Filmstarts.de) ziemlich treffend:
„Die Dialoge sind derart lausig, dass der Film streckenweise unfreiwillig als seine eigene Parodie durchgehen könnte. Logiklöcher, Klischees, US-Patriotismus und politische Überkorrektheit… auch „2012“ hat wieder all die Emmerich-typischen Zutaten im Angebot.“
Ich finde es ehrlich gesagt bitter, dass Emmerich seine Dialoge anscheinend kaum überdenkt und der Film aber trotzdem einen sehr großen Erfolg beim Publikum verbucht. Warum kann man nicht auch in Hollywood Anspruch und Unterhaltung verbinden?! Naja, ich weiß das führt jetzt zu weit und würde eine Grundsatzdiskussion auslösen. Daher nun zum Fazit!
Fazit
Ein typischer Katastrophenfilm alá Emmerich zwar mit überwältigenden Bildern, aber einer vorhersehbaren Story und schlechten Dialogen!
Offizielle Homepage
http://www.2012derfilm.de/index.html
Wie fandet ihr den Film?


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Mich hat an dem Film am meisten die extreme Menschenverachtung gestört (und ich bin bei Katastrophenkino nicht unbedingt zimperlich, ein gewisses Ausmaß muss ja vermittelt werden): da soll mit den langweiligen Helden mitgefiebert werden, die sich immer im allerletzten Moment retten können, während um sie herum tausende Menschen in den Tod stürzen und so manche Nebencharaktere wirklich ziemlich sadistisch dahingerafft werden. Story und Dialoge sind natürlich auch totale Grütze
Jep, bin ganz deiner Meinung. Das Konzept müsste schnellstens verändert werden, aber solange sich noch genug Kinobesucher finden, ist der Anreiz dafür wohl nicht so groß…;)